Parodontologie

Gesundes Zahnfleisch ist eine Voraussetzung für alle Bereiche der zahnmedizinischen Arbeit.

Die Parodontologie ist der Teil der Zahnheilkunde, der sich um den Zahnhalteapparat kümmert – vereinfacht gesagt, um den Kieferknochen und das Zahnfleisch. Ästhetische Zahnheilkunde, Prothetik, Implantologie und sogar die Kieferorthopädie bauen auf der Parodontologie auf oder stehen direkt mit ihr in Verbindung. Auch für den langfristigen Erhalt der natürlichen Zähne und von Implantaten ist ein gesundes Gewebe unerlässlich.

Das Zahnfleisch bestimmt den Gesamteindruck unseres Lächelns maßgeblich mit.

Ansprechendes oder unauffälliges Zahnfleisch nehmen wir kaum wahr. Einen unharmonischen Zahnfleischverlauf oder stark entzündetes Zahnfleisch hingegen empfinden wir meist als unattraktiv und störend.

Was versteht man unter Parodontitis?

Parodontitis bezeichnet eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnfleischs mit einhergehendem Knochenabbau im Zahnbereich. Dabei bilden sich sogenannte Zahnfleischtaschen. Bleiben diese unbehandelt, schreitet der Knochenverlust voran und führt letztendlich zum Zahnverlust. Parodontitis gilt als häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen.

Durch Früherkennung, nachhaltiges Therapieren und ein wissenschaftlich gestütztes Behandlungskonzept können wir den Zahnverlust in vielen Fällen vermeiden.

Parodontitis: 20 – 50 % der Bevölkerung betroffen

Ungefähr 20 – 50 % der Bevölkerung leiden an dieser Erkrankung, wobei es verschiedene Formen gibt, die sich durch Schweregrad, Befallmuster und Schnelligkeit des Fortschreitens unterscheiden. Der Großteil der Erkrankungen verläuft mittelschwer, eher lokalisiert, langsam voranschreitend und tritt vorwiegend nach dem 40. Lebensjahr auf. In seltenen Fällen kann es allerdings schon im Jugendalter zu sehr schnell und aggressiv verlaufenden Formen kommen.

Die Mundhöhle ist ein Bakterienreservoir

Die Mundhöhle ist ein Bakterienreservoir und entzündetes Zahnfleisch stellt eine Eintrittspforte für Bakterien dar, die sich dann über den Blutkreislauf im Körper verteilen. So kann eine unbehandelte Parodontitis auch weitab vom eigentlichen Infektionsherd die systemische Gesundheit negativ beeinflussen.

Folgende Erkrankungen und Zustände sind mit Parodontitis vergesellschaftet:

Diabetes

Pneumonie (Lungenentzündung)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Erkrankungen des rheumatoiden Formenkreises

Chronische Entzündungszustände im Allgemeinen

Untergewichtige Frühgeburten

Schwerer Covid 19 – Verlauf

Da sich die Parodontitis als Co-Faktor der genannten allgemeinmedizinischen Probleme vergleichsweise einfach behandeln lässt und eine positive Beeinflussung derselben beobachtet werden konnte, sollte, wenn immer möglich, durch Prävention und Therapie ein gesunder Zahnhalteapparat (Parodont) angestrebt werden.

Als Spezialisten und Fachärzte bieten wir eine speziell auf parodontale Problematiken ausgerichtete Therapie sowie eine perfekt organisierte Erhaltungsphase und sichern so eine optimale Heilung. In unseren Praxen werden parodontale Behandlungen ausschließlich von zertifizierten Spezialisten auf diesem Gebiet durchgeführt.

Aktuelle wissenschaftliche Standards und höchste qualitative Ansprüche prägen unser Behandlungsspektrum in den Praxen in Bozen, Sterzing und Kurtatsch.

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Zahnarztangst – nicht mit uns!

Bei Angstpatienten oder umfangreicheren Behandlungen bieten wir eine professionelle Anästhesiebetreuung in den mit uns Arbeitenden Fachärzte für Anästhesie aus der Cityclinic in Bozen an. Alle zahnärztlichen und chirurgischen Eingriffe können in Sedierung (Dämmerschlaf / Teilnarkose) oder in Vollnarkose erfolgen. Dies hängt jeweils von der individuellen Situation und von Ihren eigenen Wünschen ab.